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Kein Einsatz von Kindern als Soldaten
Veröffentlicht: 25.02.2010
Potsdam. Der Jugendbeiratsvorsitzende der Fontanestadt Neuruppin, Peter Misch, informierte am 25. Februar im Potsdamer Büro des Europaabgeordneten Norbert Glante über die „Globale Aktion Rote Hand“, den „red hand day“. Peter Misch, der auch Juso-Vorsitzender in Ostprignitz-Ruppin ist, übergab nach dem Gespräch dem Abgeordneten 300 am diesjährigen „red hand day“ am 12. Februar in Neuruppin gesammelte rote Handabdrücke. Ziel der Übergabe sei es, so Peter Misch, auch Abgeordnete verstärkt auf das Thema „Kindersoldaten“ aufmerksam zu machen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind auf der Welt zurzeit immer noch 250.000 Kindersoldaten im Einsatz. Am 12. Februar 2002 trat das UN-Fakultativprotokoll in Kraft, das die zwangsweise Rekrutierung und den Einsatz von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bei bewaffneten Feindseligkeiten ächtet und das inzwischen von mehr als 120 Regierungen anerkannt wurde.

Seitdem wurden in den letzten Jahren auf der ganzen Welt mehr als 300.000 rote Handabdrücke gesammelt und an Politiker übergeben, so auch an den UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in New York am Red-Hand-Day 2009. Auch Bundespräsident Horst Köhler nahm in Berlin „rote Hände“ in Empfang.

Norbert Glante erklärte seine nachdrückliche Unterstützung bei der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für dieses Verbrechen und versicherte, die Thematik „Kindersoldaten“ in seine Gespräche mit Parlamentskollegen einzubringen. Handelsabkommen und Waffenexporte in Länder, die Kindersoldaten dulden, müssen verstärkt auch unter dem Gesichtspunkt von Maßnahmen gegen Zwangsrekrutierungen von Kindern gesehen und gegebenenfalls entschlossen verhindert werden. Darüber hinaus wird der Abgeordnete die in Neuruppin gesammelten roten Handabdrücke dem EU-Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs, übergeben, um auch in die Kommission hinein auf das Thema aufmerksam zu machen.

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